Baufortschritt belegen. Nicht beschreiben.

Wer den Bau kontrollieren will, braucht mehr als ein Baustellenfoto und ein Protokoll. qapture erfasst den Ist-Zustand in regelmäßigen Abständen und stellt ihn neben das Planungsmodell — sichtbar für alle Beteiligten, in derselben Geometrie.

Das Protokoll sagt fertig. Die Wand sagt etwas anderes.

Baufortschritt wird bis heute überwiegend beschrieben: ein Foto, ein Satz im Protokoll, eine Prozentangabe. Wird später gestritten, ob ein Gewerk zum Stichtag tatsächlich fertig war, steht Aussage gegen Aussage.

Dasselbe gilt für die Ausführung. Eine Abweichung von wenigen Zentimetern fällt oft erst auf, wenn das nächste Gewerk davorsteht — und dann kostet sie.

Erfassen in Intervallen, vergleichen im Modell.

Der Use Case setzt auf den Stufen Erfassen und Strukturieren auf, nur wiederholt: Die Baustelle wird in festen Abständen gescannt, jede Erfassung wird zur Punktwolke und lässt sich gegen das Planungsmodell und gegen den vorherigen Stand legen. Was abweicht, ist sichtbar, bevor es verbaut ist.

Zur Leistung 3D-Laserscanning

Was das bringt.

  • Abweichungen früh sichtbar

    Soll und Ist liegen in derselben Geometrie übereinander. Was nicht passt, fällt auf, solange es noch zugänglich ist.

  • Ein belastbarer Nachweis

    Jeder Stichtag ist als Erfassung dokumentiert — nachvollziehbar für Bauherr, Planer und ausführende Firmen.

  • Weniger Vor-Ort-Termine

    Der Baufortschritt lässt sich am Modell prüfen, statt für jede Frage anzureisen.

Was der Vergleich sichtbar macht.

Acht Befunde aus der baubegleitenden Erfassung am Herzzentrum Bonn. Jedes Bild zeigt links den erfassten Ist-Zustand und rechts, was der Vergleich gegen das Planungsmodell daraus gemacht hat.

Dreimal derselbe Rohbauraum: gescannter Ist-Zustand, farbig markierte Abweichungen, Punktwolke mit BIM-Modell überlagert
Bild links: Aufnahme des Ist-Status durch 3D-Laserscan vor Ort. Bild mitte: Clash-Detection und Abweichungsanalyse in Imerso zwischen Ist und Plan. Bild rechts: Überlagerung der Punktwolke (Ist) mit dem BIM-Modell (Plan).
Deckenbereich mit blau eingefärbten Planleitungen über der Punktwolke, daneben dieselbe Stelle mit pink markierten Kollisionen
Bild links: Überlagerung der 3D-Scans von der Baustelle mit dem BIM-Modell. Bild rechts: Imerso identifizierte geplante Rohrleitungen, welche mit dem Rohbau kollidieren werden.
Zwei Rohrdurchführungen in einer Betonwand mit Markierung, daneben das Modell derselben Leitungsführung
Bild links: Mittels 3D-Laserscanning wurde die Bauausführung millimetergenau dokumentiert. Bild rechts: Mittels Imerso wurde frühzeitig erkannt, dass der Schmutzwasser-Grundleitungsanschluss zu hoch angebracht wurde.
Kellergang mit eingemessener Leitung, daneben die Maßkette und die Punktwolke mit rot markierter Abweichung
Bildreihe (Vergleich): Anbindung Schmutzwasser und Regenwasser bei Gebäudeaustritt 8 cm zu hoch.
Lüftungskanal unter einer Rohbaudecke, in Magenta als Planung und in Rot als Abweichung hervorgehoben
Bildreihe (Vergleich): Lüftungskanal nicht nach Planung gebaut.
Zwei Gangansichten aus der Punktwolke mit eingeblendetem Höhenmaß von 2006 Millimetern
Bildreihe (Vergleich): Deckenhöhen können nicht eingehalten werden.
Geschoss als Punktwolke mit gelb markierten Unterzügen, daneben dieselbe Ebene mit geplanter Leitungstrasse
Bildreihe (Vergleich): Trassenplanung durch Unterzug wurde nicht in die Ausführung Rohbau übernommen.
Wandfläche als Falschfarbenbild von grün bis dunkelrot, daneben dasselbe Bild mit Millimeterwerten und das Foto der Wand
Bildreihe (Vergleich): Unebenheit Stahlbetonwänden, Decken und Boden.

Universitätsklinikum Bonn.

Das Herzzentrum am Universitätsklinikum Bonn, 25.000 m² bei 250 Mio. Euro Bauvolumen, baubegleitend erfasst. Der Vergleich von Scan gegen Planungsmodell hat über 10.000 Abweichungen und Befunde dokumentiert, die Zahl der physischen Baustellenbesuche ist um 50 % gesunken.

Wollen Sie Ihren Baufortschritt belegen können?